Aktuelles des NAJU Kindergruppe

Jahresbericht 2016

Zu Beginn des Jahres waren es sicherlich die Frösche, die uns von März bis in den Mai hinein begleiteten. In den Osterferien beschäftigten wir uns mit der von der NAJU angeregten Aktion „Erlebter Frühling“ und den dort benannten  Frühlingsboten  Brennessel,  Tagpfauenauge  und  Grasfrosch.  Was  waren  wir  doch  begeistert,  dass  uns  dann bei einem unserer Ausflüge unweit von unserem  Platz  an  der  Hasselmühle  in  Wendelsheim  tatsächlich  ein  Grasfrosch  begegnete!  In    der  Pfütze  auf  einem  Acker  neben dem Bach fanden wir den Laich, und da die Pfütze  nie  austrocknete,  konnten  wir  die  ganze Entwicklung von Laich bis zum kleinen Frosch über das ganze Frühjahr beobachten.

In den Sommermonaten verbrachten wir einen Tag auf der Ranch von Daniele Feiler. Dort durften wir uns um die Esel, Schafe und Hühner kümmern. Und weil das uns soviel Spass gemacht hatte, kamen die Esel eine ganze Woche zu Besuch in unser Sommerferiencamp. Neben dem Füttern, Pflegen und Kraulen der Esel hatten 30 Kinder auch sonst jede Menge Spaß in dieser Woche. Im Zelt schlafen, am Feuer sitzen, draußen kochen,Tiere entdecken....

 

Ein  weiteres  Highlight  war  sicherlich  auch  der  Besuch von Ingo Meyer und Manuel Quiring vom Nabu Alzey.  Die  beiden  Paläontologen  nahmen  uns  mit auf eine Reise in die Welt der Fossilien. Die Kinder durften echte Ammoniten präparieren.


In der Zauberschmiede von Joachim Harbut wurde wieder fleißig geschmiedet und an verschiedenen Samstagen mit Anke Deiterding gewerkelt.

 

Auch  beteiligten  wir  uns  zusammen  mit  Ann-Sybil Kuckuk von der NAJU Rheinland-Pfalz und der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe mit einem Stand am Rheinland-Pfalz-Tag in Alzey. Ein Dank an unsere jugendlichen Helfer!

 

Jahresbericht 2015: Unsere Highlights

Neben unseren gewohnten Waldtagen , die Samstags meist von 11 bis 17 Uhr stattfinden, gab es in diesem Jahr noch vieles mehr zu erleben.

 

Im ersten Halbjahr konnten sich die Kinder zusammen mit Anke Deiterding bei den Werkstätten gezielt mit einem Thema beschäftigen. So wurden z.B. Kerzen selbst hergestellt, Ton gebrannt, Körbe geflochten oder das Leben im Bach erkundet.

Im Rahmen des NAJU-Projekts „erlebter Frühling“ nahmen 30 Kinder in den Osterferien den Habicht, Vogel des Jahres 2015, genauer unter die Lupe. Lebensgewohnheiten, Aussehen und vieles mehr wurde in dieser Woche studiert, auch lernten die Kinder noch andere Greifvögel kennen.

Im Mai wurde wieder 3 Tage gewandert. Für 15 Jugendliche ging es über Kriegsfeld und Gerbach bis nach Rockenhausen. Windräder, Biogasanlagen, Solarhäuser und Terra Preta-Anlagen waren unser Thema. Ein Highlight war sicherlich die Besichtigung der Firma Palaterra auf dem Hengstbacherhof.

In den Sommerferien fand wieder eine Woche lang unser altbewährtes Sommercamp an der Hasselmühle statt, mit vielen alten Hasen. Draußen schlafen, kochen am Feuer, die Natur entdecken, Geschichten lauschen, Geschichten erleben....

Die Herbstferienwoche stand ganz unter dem Motto „Survival“ und wir lernten, wie man draußen sich einen Unterschlupf baut, Feuer ohne Streichhölzer macht und vieles mehr.

Auch fanden 2015 verschiedene Aktionen mit dem Schmiedekünstler Joachim Harbut statt. Eltern und Kinder schmiedeten gemeinsam, so etwa Zauberstäbe für die Kinder und einen Outdoorofen sowie einen Grill für unsere NABU-Gruppe.

 

Wir bedanken uns bei allen Eltern und Kindern fürs Kommen, und freuen uns auf Euch im neuen Jahr!

 

Anja und Team

 

Sommercamp an der Hasselmühle: NAJU-Kinder bauen mit viel körperlichem Einsatz einen Lehmofen

Zwei große Kübel mit frischer Lehmerde, die wir uns freundlicherweise von der Fa. JuWö aus Wöllstein kostenlos abholen durften, mussten mit Sand und Stroh aufbereitet werden. Alle Kinder durften barfüßig in die Matschepampe, um die zähe Masse kräftig durcheinander zu mischen, zu stampfen und zu trampeln. Auf einem Sockel aus Tonziegeln wurde als erstes eine dicke Schicht Lehm aufgetragen. Darauf formten wir aus feuchtem Sand die gewünschte Form des Ofens (etwa wie ein riesengroßes Bauernbrot), klopften den Sand gut an, um anschliesend ringsherum einzelne - mit den Händen geformte, brötchengrosse Lehmkugeln zu setzen.
Mit viel Spaß matschten die Kinder abwechseln an "ihrem" Ofen, bis die Form geschlossen war. Die Fugen wurden gut verschmiert und das Ganze noch einmal gut angeklopft, damit es keine Lufteinschlüsse gibt.

 Selbstverständlich durften alle beteiligten Hände ihren Abdruck auf der dicken Außenschicht hinterlassen und für die Schönheit gab es Glassteinchen und Ornamente. Jetzt mussten wir geduldig warten, bis der Lehm getrocknet war. Dies durfte nicht zu schnell, damit der Lehm nicht reisst, aber auch nicht zu langsam geschehen, weil wir ja am Ende der Freizeit unser Abschlussessen darin backen wollten. Also gab es abwechselnd einen Sonnen- und einen Regenschutz. Als der Lehm lederhart war, wurde auf der einen Seite eine Öffnung für das Ofenrohr und am anderen Ende das Ofenloch, wo das Blech mit den Backwaren eingeschoben werden konnte, ausgeschnitten und versäubert. Jetzt mussten wieder viele kleine Hände helfen, um den Sand, der bis jetzt die Ofenlehmhaut getragen hatte, rauszubuddeln.

Ein Strohfeuer musste in der Brennkammer in Gang gehalten werden, damit auch die restliche Feuchtigkeit verdampfen konnte. Jetzt war er ein richtiger Ofen, mit qualmendem Schornsteinrichtiger Ofen, mit qualmendem Schornstein! Die erste Pizza, die wir darin gebacken haben: Also, in der Brennkammer richtig gut anheizen (notfalls mit glühender Holzkohle nachhelfen), eine Fühl-/Spuck- und Pimaldaumenprobe auf der Außenhaut gibt die Temperatur an. Jetzt die vorbereitete Pizza und später das Brot hinein und die Ofenluke mit einem dicken, passenden Stein gut verschliessen. Als der Duft aus dem Ofenrohr in die Nase zog, hat es nicht mehr lange gedauert und wir konnten eine knusprige Pizza aus dem Ofen ziehen.

 

Anschließend war noch genügend Hitze für ein Fladenbrot und Brötchen vorhanden (-auch nasse Socken wurden schon erfolgreich getrocknet und verschmort).  Mittlerweile ist der Ofen schon gut "eingebacken" und hat jetzt ein festes Dach bekommen, damit er alle Wetter gut übersteht und uns noch viele Köstlichkeiten backen kann.